5. März 2026
Gestern wurde es etwas düster :-)
Zuerst war es nur eine SMS von einer unbekannten Nummer: „Können Sie bitte meinen Hund für zwei Stunden ausführen? 50 Euro.“
Leicht verdientes Geld, dachte Lea, während sie den Kaffeebecher an die Lippen hob. Der Duft von frisch gemahlenen Bohnen hing noch warm in der Luft ihres kleinen Arbeitszimmers. Harmlos. Fast langweilig.
Dann vibrierte das Handy erneut.
Eine neue Nachricht.
Diesmal kein Satz, nur ein Foto. Unscharf. Nachts aufgenommen. Ein Hund – oder irgendetwas, was mal einer gewesen war – mit starren Augen und einem Maulkorb, der aussah, als wäre er aus rostigem Draht geflochten. Dahinter ein Stück Zaun. Und eine Hand, die dagegenpresste und im Licht einer Taschenlampe rot glänzte.
Lea fröstelte. Ihre Finger glitten über die Bildschirmoberfläche, kalt wie Eis.
Unter dem Bild stand nur:
„Wenn Sie ihn nicht holen, holt er Sie.“
Draußen bellte in diesem Moment ein Hund. Keine Ahnung, aus welcher Richtung – das Echo kroch ihr wie ein Kribbeln den Rücken hinauf. Sie trat ans Fenster. Der Abend hatte sich gesenkt, ein violetter Himmel, die ersten Lichter in den Nachbarhäusern. Alles wirkte normal. Friedlich.
Aber in ihrem Wohnzimmer roch es plötzlich nach Metall. Nach Angst. Oder stellte sie sich das nur ein?
Die dritte Nachricht traf ein.
„Er wartet bereits vor Ihrem Haus.“
Vielleicht der Anfang einer neuen Geschichte, vielleicht war es auch nur ein Überbleibsel von meinem Traum, der nicht ganz so schön war. Ich halte Euch auf dem laufenden, was daraus wird :-)
Mit Tinte im Herzen und einer Katze auf der Tastatur –
deine Schreibfeder aus Thüringen.

