„Das chaotische Katzenabenteuer bei Clara und Pete“

Pete schüttelte noch lachend den Kopf. „Ich höre.“

 

Clara atmete einmal tief durch. „Also… ich hab die Kerze angezündet.“

 

„Überraschung.“

 

„Dann wurde es stickig, also hab ich das Fenster aufgemacht.“

 

Pete nickte langsam. Noch klang alles harmlos.

 

„Und dann“, fuhr sie fort, „haben sich draußen zwei Katzen gejagt.“

 

„Natürlich.“

 

„Die eine ist durchs Fenster rein.“

 

Pete blinzelte. „Bitte was?“

 

„Und die andere hinterher! Die ist im Vorhang hängen geblieben—“

 

Er sah automatisch zum zerfetzten Stoff.

 

„—und die erste hat sich erschrocken, ist auf die Couch gesprungen und hat dabei die Kerze umgeworfen.“

 

Sein Blick wanderte zur angekokelten Stelle.

 

„Und dann ist die zweite Katze auf die Kommode—“

 

„Lass mich raten“, murmelte Pete.

 

Clara verzog das Gesicht. „Gismo.“

 

Pete erstarrte. „Die Gismo?“

 

„Die Gismo von nebenan.“

 

Sein Blick wanderte langsam zum umgekippten Glas. Zum Goldfisch. Zum nassen Teppich.

 

„Die hasst mich“, stellte er fest.

 

„Nein“, sagte Clara schnell. „Sie war nur… in Eile.“

 

„Sie hat meinen Fisch fast umgebracht.“

 

„Er lebt!“

 

Der Goldfisch schnappte demonstrativ nach Luft.

 

Pete seufzte. „Natürlich war es Gismo.“

 

„…und dann ist die andere einfach wieder durchs Fenster raus“, schloss Clara.

 

„Und Gismo?“

 

Clara deutete vage Richtung Flur. „Schlafzimmer.“

Pete sah sie an. „Bitte sag mir nicht—“

„Unterm Bett.“

 

Klingel.

 

Beide erstarrten.

Noch einmal. Länger diesmal.

 

Pete schloss kurz die Augen. „Das ist nicht zufällig—“

„Doch“, flüsterte Clara.

 

Klingel.

 

Pete ging zur Tür, öffnete sie einen Spalt.

Draußen stand die Nachbarin, geschniegelt wie immer, die Lippen zu einem dünnen Lächeln gepresst.

„Entschuldigen Sie“, sagte sie. „Meine Katze ist verschwunden. Haben Sie zufällig Gismo gesehen?“

 

Hinter Pete ein leises Poltern.
Ein Kratzen.

Pete lächelte zurück.


„Ich schwöre“, sagte er ruhig, „das war ich nicht.“ 

 

 

 

 

🐾 Danke, dass Du mich begleitet hast. Ich hoffe Du hattest beim Lesen genauso viel Freude,          wie ich beim schreiben

 

Mit Tinte im Herzen und einer Katze auf der Tastatur
deine Schreibfeder aus Thüringen

Fortsetzung

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