145 Tage, 200 Seiten und eine Katze auf dem Herzen

Erstmals im Schreibfeder-Kanal veröffentlicht am 23. Juni 2026.

Hallo ihr Lieben,

ich bin heute leider etwas spät dran, weil ich ein paar schwierige Tage hinter mir habe.

Seit Sonntag hatte der Erdboden eine meiner Katzen verschluckt. Heute Nachmittag hat er sie zum Glück wieder ausgespuckt.

Und natürlich mussten wir unser Wiedersehen erst einmal ausgiebig feiern. Bei ihr sieht das so aus, dass sie sich mir um den Hals und auf die Brust legt, sehr intensiv brummt und kuschelt – und ich mich bitte mit absolut nichts anderem beschäftigen darf.

Beim letzten Mal habt ihr bereits gelesen, was alles in meinem Kopf los ist, wenn eine meiner Katzen nicht so nach Hause kommt, wie ich es gewohnt bin. Die Hitze draußen hat es nicht gerade leichter gemacht, nicht in Sorge zu verfallen.

Denn natürlich denkt man irgendwann daran, dass sie vielleicht irgendwo in einem Schuppen oder einer Garage feststeckt, während draußen die Temperaturen steigen.

Aber jetzt ist sie wieder da.

Und ich kann euch sagen: Man kann sehr schlecht schreiben, wenn einem eine Katze quer über dem Herzen liegt.

Andererseits gibt es vermutlich schlechtere Gründe, zu spät dran zu sein. 🐾

Eine kleine Sprachregelung

Bevor es weitergeht, noch eine kleine Anmerkung in eigener Sache.

Als ich meinen letzten Beitrag selbst noch einmal in Ruhe gelesen habe, ist mir aufgefallen, dass ich sprachlich etwas gestolpert bin.

Deshalb gilt künftig eine kleine Sprachregelung für meinen Kanal:

Wenn ich von Lesenden schreibe, meine ich euch alle, die hier mitlesen – egal ob männlich, weiblich oder irgendwo dazwischen. Ob still, laut, neugierig oder nur zufällig hereingestolpert. 🙂

Ich möchte einfach, dass sich alle angesprochen fühlen, ohne dass der Lesefluss unterwegs die Handbremse zieht.

Ich hoffe, das ist für euch in Ordnung. Fühlt euch bitte alle herzlich willkommen.

145 Tage für ungefähr 200 Seiten

Nun komme ich noch – wie versprochen – zu meiner Rechenaufgabe für mein Buch.

Wenn ich die erste Rohfassung bis zum 15. November 2026 für das Lektorat fertigstellen möchte und von ungefähr 200 Seiten ausgehe, dann bleiben mir ab jetzt noch 145 Tage.

Das bedeutet: Rein rechnerisch müsste ich knapp 1,4 Seiten pro Tag schreiben. Mit einem kleinen Sicherheitspolster sagen wir besser:

1,5 Seiten am Tag.

Und wisst ihr was?

Das klingt tatsächlich machbar.

Nicht unbedingt jeden Tag locker-flockig, klar. Romanschreiben bedeutet schließlich nicht einfach nur: Laptop auf, Wörter raus, fertig.

Da kommt noch Denken dazu. Fühlen. Eine Szene finden. Sätze drehen. Wieder löschen. Zweifeln. Kaffee holen. Eine Katze von der Tastatur schieben.

Und ganz wichtig: die Katze nicht erst suchen müssen. 😉

Aber wenn ich morgens meine Schreibzeit gut nutze, ist dieses Ziel nicht völlig verrückt.

Sagen wir es einmal so:

Es ist ehrgeizig. Aber erreichbar.

Ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten. 🙂

Wenn „Hier öffnen“ zur Drohung wird

Zum Abschluss gibt es noch eine kleine Geschichte über etwas, das wirklich alle kennen. Etwas, das uns wahrscheinlich schon einmal geärgert hat – über das sich aber vermutlich kaum jemand ernsthaft Gedanken macht.

Schon gar nicht darüber, was im schlimmsten Fall passieren könnte.

Also: Viel Spaß mit einer Geschichte über eine Kleinigkeit, die harmlos anfängt.

Und dann sehr gründlich beweist, dass „Hier öffnen“ manchmal eher eine Drohung als eine Anleitung ist. 😉

Hier geht es zur Geschichte:

Hier öffnen

Eure
Schreibfeder aus Thüringen 🪶

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