
Der leere Stuhl oder Wenn Blüten fallen?
Erstmals im Schreibfeder-Kanal veröffentlicht am 30. Juni 2026.
Hallo aus meiner Schreibstube,
ich hoffe, euch hat das erste Kapitel gefallen – und vielleicht sogar ein kleines bisschen neugierig auf mehr gemacht.
Bisher habe ich immer nur von meinem ersten Buch gesprochen. Die einen oder anderen Lesenden haben sich bestimmt schon gefragt, warum ich eigentlich nie seinen Titel nenne.
Ganz einfach:
Es hat noch keinen endgültigen.
Der Arbeitstitel lautet „Der leere Stuhl“. Diesen Titel verwende ich momentan für das Exposé und das Manuskript.
Auf meiner Homepage habe ich mich allerdings schon einmal für einen möglichen Buchtitel entschieden:
„Wenn Blüten fallen“
Dieser Titel ist durch eine kleine Szene aus der Kindheit von Flo und Jonas entstanden.
Eine Zierkirsche, ein Laubbläser und jede Menge Blüten
Vor dem Haus der Familie steht ein Zierkirschenbaum.
Bei einem seiner übertriebenen Frühjahrsputz-Anfälle – so haben Flo und Jonas es jedenfalls genannt – wollte Paps, dass Jonas mit dem Laubbläser die Einfahrt und den Gehweg von den alten Blättern des Winters befreit.
Flo war damals total neidisch, weil er diese coole Maschine auch unbedingt einmal in der Hand halten wollte. Keine Ahnung, wie alt er zu diesem Zeitpunkt war. Vielleicht fünf oder sechs.
Also gab Jonas ihm den Laubbläser.
Flo drückte auf den Knopf – und aus dem Gerät kam ein so kräftiger Luftstoß, dass er es vor Schreck in die Höhe riss.
Der Luftstrahl traf natürlich ausgerechnet die Zierkirsche.
Und pustete die Hälfte der Blüten herunter.
Am Ende sah nicht nur der Vorgarten aus wie nach einer Konfetti-Explosion, sondern auch der Flur, weil die Haustür offen gestanden hatte.
Mama ist fast ausgerastet.
Aber Flo?
Flo hat nur gestrahlt.
Für ihn war es einfach cool.
Und genau aus solchen kleinen Erinnerungen entstehen manchmal Titel.
Kann man einen Buchtitel schützen?
Ganz so einfach ist die Suche nach einem passenden Buchtitel allerdings nicht. Ein Titel sollte nicht bereits für ein anderes Buch verwendet werden – insbesondere dann nicht, wenn dadurch Verwechslungsgefahr entstehen könnte.
Ein unterscheidungskräftiger Buchtitel kann in Deutschland mit seiner tatsächlichen Benutzung geschützt sein. Möchte man den Schutz bereits vor der Veröffentlichung vorziehen, kann man eine sogenannte Titelschutzanzeige veröffentlichen lassen, beispielsweise über den Titelschutzanzeiger, das Titelschutz-Magazin oder das Börsenblatt.
Das Buch sollte anschließend innerhalb einer angemessenen Frist unter diesem Titel erscheinen. Bei Büchern geht man dabei in der Regel von ungefähr sechs Monaten aus.
Einen ersten Überblick über bereits verwendete Titel bekommt man schnell über Buchhandlungen oder Amazon. Gründlicher wird die Recherche im Verzeichnis lieferbarer Bücher und im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek. Zusätzlich sollte man auch bereits veröffentlichte Titelschutzanzeigen berücksichtigen.
Und bei einer solchen Recherche habe ich festgestellt, dass es bereits ein Buch mit dem Titel „Wenn die Blüten fallen“ gibt.
Nicht ganz mein Titel.
Aber nah genug, um mich noch einmal nachdenken zu lassen.
Deshalb bleibt die Titelfrage im Moment ein kleines bisschen spannend.
Doch ganz allein bin ich damit ja nicht.
Ich habe euch an meiner Seite.
Der Anfang und das Ende meines Buches stehen inzwischen bereits. Momentan schreibe ich an der Mitte und hoffe, dass mir dabei noch einige Ideen für den endgültigen Titel durch den Kopf gehen.
Wenn es so weit ist, werde ich euch hier bestimmt die eine oder andere Titelidee zur Abstimmung geben.
Vielleicht finden wir am Ende sogar gemeinsam den Titel für dieses Buch. 😉
Eure
Schreibfeder aus Thüringen
