
Wie sich meine Katze in eine Geschichte schlich
Erstmals im Schreibfeder-Kanal veröffentlicht am 7. August 2026.
Hallo aus meiner Schreibstube,
eigentlich wollte ich zum Weltkatzentag nur ein wenig Katzenwahnsinn mit euch teilen. Davon gibt es in meiner Schreibstube schließlich mehr als genug. 😊
Also stellte ich euch in einem kleinen Video einige unserer samtpfotigen Mitbewohner vor. Von Socke und Charlie gab es damals leider noch keine richtig schönen Bilder – aber Katzen lassen sich bekanntlich nur dann fotografieren, wenn sie selbst gerade Lust darauf haben. Und meistens haben sie genau dann keine. 🐾
Doch während ich das Video zusammenstellte, fiel mir auf, dass sich eine unserer Katzen längst an einen Ort geschlichen hatte, an dem ich sie zunächst gar nicht vermutet hatte:
in eine meiner Geschichten.
Natürlich war es Gismo.
Im Video habe ich sie nicht ganz grundlos als „Gismo, die Verrückte“ vorgestellt. Das besagte Katzenvideo findet ihr auf meinem Instagram-Account @schreibfeder_thueringen.
Doch offenbar genügte Gismo dieser kleine Auftritt nicht. Sie wollte mehr. Eine richtige Rolle. Mit Handlung, Chaos und allem, was dazugehört.
Also tauchte sie plötzlich in meiner Geschichte „Ich schwöre, das war ich nicht!“ auf.
Dort gehört sie allerdings nicht mir, sondern der Nachbarin. Künstlerische Freiheit muss schließlich sein. Außerdem lässt sich die Verantwortung für verwüstete Wohnzimmer, zerfetzte Vorhänge und äußerst verstimmte Goldfische viel leichter von sich weisen, wenn die betreffende Katze offiziell jemand anderem gehört. 😉
Ob Gismo tatsächlich für das ganze Durcheinander verantwortlich ist oder nur sehr geschickt zur Hauptverdächtigen gemacht wurde, möchte ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten.
Nur so viel:
Clara steht mitten in einem Wohnzimmer, das verdächtig nach Tatort aussieht. Die Couch raucht, die Vorhänge haben schon bessere Tage gesehen und ein empörter Goldfisch liegt auf dem Teppich.
Und Clara behauptet:
„Ich schwöre, das war ich nicht!“
Pete hat daran gewisse Zweifel.
Wie Gismo in die Sache verwickelt ist und ob Claras haarsträubende Erklärung tatsächlich stimmen könnte, könnt ihr hier nachlesen:
„Ich schwöre, das war ich nicht!“
Seitdem weiß ich: Manchmal entstehen Figuren nicht am Schreibtisch. Manchmal sitzen sie längst neben einem, legen sich auf die Tastatur und warten nur darauf, dass man ihnen endlich eine angemessene Rolle schreibt. 🐈
Mit Tinte im Herzen und einer Katze auf der Tastatur
Eure Schreibfeder aus Thüringen
